Marco Töller korrigiert irregulären Treffer und wird belohnt

Tor oder kein Tor? – Was Bundesliga-Schiedsrichter oftmals trotz Assistenten nur ganz schwer entscheiden können, ist für Unparteiische in den Amateurligen manchmal nahezu unmöglich. Umso bemerkenswerter ist es, wenn ein Spieler dem 23. Mann zur Seite springt und ihm bei der richtigen Urteilsfindung hilft – auch zu Ungunsten der eigenen Mannschaft. So geschehen bei Marco Töller vom TuS Altenberge, der für seine vorbildliche Aktion jetzt zum FLVW Fairplay-Sieger des Monats Februar gewählt wurde.

v.l.: K. Plettner (Abteilungsleiter Fußball), M. Töller (Monatssieger Februar), N. Reisener (Kreisvorsitzender Münster / Warendorf), T. Schreiber (Abteilungsleiter Fußball)

Der Schiedsrichter hatte bereits auf Tor für den TuS Altenberge entschieden. Nach den Protesten von Grün-Weiß Rheine fragte der Unparteiische noch einmal bei Marco Töller nach. Ergebnis: Der TuS-Spieler gab zu, den Flankenball noch mit dem Kopf berührt zu haben, wodurch sein Mitspieler aus einer Abseitsposition heraus das vermeintliche 1:0 erzielte. Hätte Töller die Kugel nicht weitergleitet, wäre der Treffer regulär gewesen, da der Torschütze zum Zeitpunkt der Hereingabe noch nicht im Abseits stand. Marco Töller aber blieb ehrlich und half dem Schiedsrichter zu Ungunsten seiner eigenen Elf bei der richtigen Urteilsfindung – das Spiel wurde beim Stand von 0:0 mit einem indirekten Freistoß fortgesetzt. Für diese faire Aktion wurde der Altenberger Akteur im Rahmen einer Siegerehrung von Münsters Kreisvorsitzendem Norbert Reisener mit einem Pokal ausgezeichnet und mit zwei Karten für eine Bundesligapartie "Auf Schalke" belohnt.


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